In unserer Gemeinde kann getauft werden, wer bekennt, an Jesus Christus zu glauben, durch ihn Vergebung seiner Sünden zu haben und als bewusster Christ leben zu wollen. Die Taufpraxis, wie wir sie in der Bibel beschrieben finden, zeigt verschiedene Dimensionen:

  • Die Taufe ist eine Glaubenstaufe: Diejenigen, die sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen, tun dies, weil sie eine lebendige Beziehung zu IHM und zu Gott, dem Vater haben und diese Beziehung im Glauben auch leben. Da sie dieses Bekenntnis nicht als Säuglinge haben ablegen können, tun sie es vor der Gemeinde in einem öffentlichen Gottesdienst; sie sagen damit: Wir wollen als Christen den Namen Jesu Christi tragen!
  • Die Taufe ist ein Bekenntnis: Sie ist ein Bekenntnis vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt, also auch vor dem Feind Gottes (Satan). Jeder Täufling drückt durch seine Taufe aus: „Ich gehöre zu Jesus Christus. Ich stehe auf Gottes Seite und bin sein Kind. Alle sollen es sehen. Und keine Macht dieser Welt kann mich aus Jesus Händen reißen“. Glaube ist eine öffentliche Sache, zu deren Bekenntnis uns Jesus Christus selbst auffordert.
  • Die Taufe hat einen symbolischen Charakter: Sie macht äußerlich in der Taufhandlung sichtbar, was in einem Menschen, in seinem Herzen passiert ist (Röm. 6,3-4: „Oder wisst ihr etwa nicht, dass alle, die im Namen Jesu Christi getauft wurden, Anteil an seinem Tod haben? Durch die Taufe sind wir also mit Christus gestorben und begraben. Und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir ein neues Leben führen“). Das heißt: Unser „alter Mensch“ ohne Gottesbeziehung wird im Wasser mit Jesus Christus begraben. Die Sünde wird durch den sühnenden Tod Jesu Christi vergeben, und wir können als innerlich erneuerte Menschen in einer Gottesbeziehung mit Jesus Christus „auferstehen“, also aus dem Wasser kommen und mit ihm in einem neuen Leben leben (2. Kor. 5,17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist im Werden“). Dieses „Neuwerden“ ist ein lebenslanger Prozess, geht es im Christenleben doch um „inneres Wachstum“ zu dem hin, dessen Namen man als Christ trägt – zu Jesus Christus hin.
  • Gott braucht die Taufe nicht, wir brauchen sie: Der Mann, der mit Jesus am Kreuz stirbt, war noch am selben Tag mit Jesus im Paradies – ohne Taufe. Das zeigt: Nicht Gott braucht die Taufe, wir brauchen sie, als Halt für das Glaubensleben. Die Taufe soll für uns ein Moment der Erinnerung sein: „Ja das habe ich beschlossen für mein Leben. Ich möchte Jesus nachfolgen und ihm meine Lebensführung überlassen“. Paulus hat es einmal so formuliert
    (Gal. 2,20): „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat“. Die Taufe ist also ein Symbol, an dem wir unser Leben festmachen – unser Leben mit Christus. Neben allem Symbolischen dürfen diejenigen, die sich taufen lassen, aber auch etwas erwarten: Den Segen Gottes. Denn Jesus Christus hat versprochen: „Wer mich bekennt vor den Menschen, zu dem will auch ich mich bekennen vor meinem himmlischen Vater“ (Matthäus 10,32) – Das kann sich nur segensreich auswirken.