Es ist in unserer Gemeinde üblich, dass Säuglinge – oft gemeinsam mit ihrer Familie – in einem Gottesdienst gesegnet werden. Die Eltern bringen dabei ihre Kinder, wie zu Jesu Zeiten, um sie unter den Segen Gottes zu stellen. Stellvertretend legen wir Ihnen in Jesu Namen die Hände auf und segnen Sie mit dem Segen unseres Gottes.

  • Die Eltern empfinden es mit uns, dass ein Kind ein Geschenk Gottes ist und bleibt. Er ist der Schöpfer, der das Leben erfunden hat.
  • Kinder gehören zu Gott. Er wird sie mit seiner Fürsorge umgeben, auch wenn Ihre Lebenssituation schwierig ist. Ein Kind kommt aus der Hand Gottes. Das ist ein Grund, „Danke“ zu sagen und ein Grund, das Leben des Kindes bewusst unter Gottes Fürsorge und Obhut zu stellen – es also wieder in Gottes Hand zu legen.

In unserer Gemeinde taufen wir die Kinder nicht. Damit wollen wir die Praxis anderer Kirchen nicht abwerten. Aber: wir sind eine evangelische Freikirche. Der Name drückt schon eines unserer Grundanliegen aus: Jeder soll seine Entscheidungen nach eigener Überzeugung treffen können. Deshalb sollen unsere Kinder einmal selbst entscheiden (wenn sie alt genug sind, den Glauben aus eigener Überzeugung zu leben), ob sie sich taufen lassen möchten.
Wir glauben aber daran, dass die Kinder bereits als Unmündige ihren Platz in Gottes Welt, im Reich Gottes haben; Jesus liebt sie. Deshalb greifen wir etwas auf, das Jesus Christus sehr wichtig war. Er hat die Kinder bewusst gesegnet und seinen Vater darum gebeten, diesen Kindern zu helfen und sie zu begleiten. Jesus hat sie segnend in Gottes Hand gelegt weil er wusste: An Gottes Segen ist alles gelegen (Markus 10,14-16). Wir greifen diese Handlung Jesu deshalb auf und segnen unsere Kinder.
Wir bitten Gott, mit seiner Schöpferkraft in das Leben eines Menschen zu treten und es mit dieser Kraft, die durch ein Wort alles verändern kann, zu gestalten. Wir beten nicht um den Segen, weil es eine Form ist; wir erwarten diesen Segen auch als Gemeinde von unserem Vater im Himmel, wenn wir unsere Kinder segnen.

Das ist das Symbol, das wir mit der Kindsegnung verbinden: Eltern haben ein Kind aus der Hand Gottes empfangen und nun legen sie es bittend wieder in die Hand Gottes, damit er es fürsorgend begleitet und segnet.